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Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/20.500.12128/11450
Title: Topografie i krajobrazy : filmowy Śląsk
Authors: Copik, Ilona
Keywords: kino polskie- tematy, motywy; Górny Śląsk w kinie
Issue Date: 2017
Publisher: Katowice : Wydawnictwo Uniwersytetu Śląskiego
Abstract: Das Buch ist einem geokulturellen Phänomen gewidmet, das „Filmschlesien“ genannt wird. Die Verfasserin analysiert und interpretiert Filme, deren gemeinsames Motiv ist die auf dem Bildschirm widerspiegelte Landschaft von einer Region im Laufe des dort stattfindenden Wandels: vom industriellen zum postindustriellen. Die Filmwerke werden hier betrachtet als „geografisch‑kulturelle Ereignisse“ d.h. die Formen der hier lokalisierten Werke (Bilder/ Texte und künstlerische Tätigkeit), welche eine Repräsentanz/Konstruktion von dem Ort darstellen. Die Hauptthesen des Buchs lauten: einerseits überschneiden sich die auf dem Bildschirm sichtbar werdenden verschiedenen Sinne und Diskurse einer gewissen Kultur, die sich analysieren lassen, andererseits ist der Film an Kulturprozessen und an mediatisierter Produktion von Kultur und Identität mitbeteiligt. In weiteren Kapiteln werden diese Thesen hinsichtlich der Wechselbeziehungen zwischen Schlesien, Film, Landschaft, Identität und individuellem u. kollektivem (nationalem, lokalem) Gedächtnis entwickelt. Das Schlüsselwort der Arbeit ist die Landschaft – ein Begriff, der die Motive der Wechselbeziehung Film/Ort nach der Koinzidenz dessen, was geografisch und künstlerisch, real und mediatisiert, ästhetisch und kulturell, anschaulich und empirisch etc. ist, verbindet. Die Filmlandschaft stellt hier das Bild von dem Land (Ort), den den Behörden zugänglichen Gegenstand einer bestimmten Betrachtungsweise, aber zugleich den Anlass zu anthropologischen Betrachtungen dar, die auf bestimmte Formen der Teilnahme an der Filmkunst, deren Miterlebens und Erörterung gerichtet sind. In dem Sinne wird sie ein bisschen anders im lokalen Ausmaß (von einem in dem realen, auf dem Bildschirm mediatisierten Raum „versunkenen“ Zuschauer) und anders im nationalen oder globalen Ausmaß (von einem empathisch für die ihm nur durch bewegte Bilder bekannte Problematik engagierten Zuschauer) wahrgenommen. „Filmschlesien“ hat seinen Ursprung in lokaler Tradition und in gewisser Verkettung von lokalen und historischen Umständen. Zu den letztgenannten gehört bedeutsame Tatsache, dass Schlesien in seiner Geschichte unter starkem ideologischem Druck stand und die schlesische Landschaft zum Nährböden von verschiedenen symbolischen Vorstellungen wurde (z.B.: exotisch‑industrielles, wiedergewonnenes, proletarisches, zukunftsweisendes und letztendlich ausgenutztes Schlesien). Die in der Öffentlichkeit geltenden Klischees verstärkten die von der Basis ausgehenden Wünsche danach, den emotional aufgefassten Lebensraum zu verewigen, was vor allem in den Werken der in zahlreichen seit den 60er Jahren des 20.Jhs bei schlesischen Fabriken und Bergwerken aktiven Amateurfilmklubs organisierten Filmschaffenden zum Ausdruck kommt. Das im vorliegenden Buch erscheinende „Filmschlesien“ ist ein Sonderfall, denn die Tradition einen Film zu machen/zu empfangen und über Filmkunst zu schreiben verbindet lokales Kino mit einheimischer Kulturpraxis, die die Wirklichkeitsbetrachtung mittels Filmkunst (spezifische Betrachtungskultur) zum Ausdruck bringt. Die hier analysierten Filmwerke zeugen sowohl vom ästhetischen Potenzial der geografischen Landschaft, als auch von der Wirkungskraft der an Ort und Stelle schichtweise gebildeten Kultur.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.12128/11450
ISBN: 978-83-226-3255-0
Appears in Collections:Książki/rozdziały (W.Hum.)

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