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Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/20.500.12128/2864
Title: Zu metaphorisch gebrauchten Personennamen in deutschen und polnischen Pressetexten
Authors: Kromp, Ilona
Keywords: metaforyzowanie imion; metaforyzacja
Issue Date: 2014
Publisher: Katowice : Wydawnictwo Uniwersytetu Śląskiego
Citation: A. Łyp-Bielecka (red.), "Mehr als Worte : sprachwissenschaftliche Studien" (S. 187-196). Katowice : Wydawnictwo Uniwersytetu Śląskiego
Abstract: Sätze wie Doris Lessing betätigt sich als Kassandra. („Der Spiegel“ 8 / 2008: 168), Günter Grass ist der Krösus des Buchmarktes […]. (tagesspiegel.de, 20.04.2006), Nowy Kennedy porwał berlińczyków. (rp.pl, 25.07.2008), Strzeż się donżuana! („Twój Styl“ 6 / 2000: 112), in denen Personennamen ihre primäre identifizierende Funktion zugunsten einer appellativischen aufgeben und der sekundären Nomination dienend zu Deonymen werden, sind in der deutschen und polnischen Print- und Onlinepresse keine Seltenheit. Der Umfang des deonymischen Wortschatzes ist durchaus beachtlich, wenn auch die onymische Basis mancher Lexeme nicht jedem Sprachbenutzer bewusst sein dürfte wie etwa bei Mentor / mentor, Nestor / nestor, boykottieren / bojkotować, Silhouette / sylwetka. Hohe Frequenz weisen die Deonyme in politischen Berichten auf, sie fehlen aber auch nicht in feuilletonistischen Texten aus dem Bereich Kunst, Literatur, Musik, Sport und Wirtschaft (vgl. Schweickard, 1992: 255). Als Deonyme, appellativ-äquivalente Propria oder ‚semantische Ableitungen’ werden im Weiteren Eigennamen definiert, die ihre grundlegende Funktion eines bloßen Referenzmittels verloren haben und im Text zu Gattungsnamen geworden sind. Unser Untersuchungsgegenstand beschränkt sich dabei nur auf metaphorisch verwendete Anthroponyme, auch metaphorisierte Namen oder Namenmetaphern genannt, die bei der semantischen Verschiebung keinen strukturellen Veränderungen im Text unterliegen. Onymische Derivate wie z.B. mephistophelisch / mefistofeliczny, Bondologie / bondologia, lynchen / zlinczować liegen außerhalb der folgenden Betrachtung. Zu Namenmetaphern rechnet man Propria, die aufgrund einer semantischen Umdeutung zu referenzfähigen prädikativen Ausdrücken geworden sind. Bei ihrer Metaphorisierung laden sich diese Namen mit Bedeutungsmerkmalen auf, die typischerweise mit dem Referenten des als „Bildspender“ dienenden Propriums erbunden sind und die auf dessen repräsentative Eigenschaften, sei es auf sein Äußeres, seine Handlungen, sein Alter, seine Charakterzüge, Geistesgröße o. Ä., zielen (vgl. Wengeler, 2000: 304).
URI: http://hdl.handle.net/20.500.12128/2864
ISBN: 9788380121423
Appears in Collections:Książki/rozdziały (W.Fil.)

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