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Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/20.500.12128/3626
Title: Anonimowość jako granica poznania w fenomenologii Edmunda Husserla
Authors: Łaciak, Piotr
Keywords: Edmund Husserl; fenomenologia
Issue Date: 2012
Publisher: Wydawnictwo Uniwersytetu Śląskiego
Abstract: In vorliegender Abhandlung wird Husserls Phänomenologie im Lichte von drei Thesen dargestellt. Die erste von ihnen heißt: der Mensch ist ein transzendentales Ich, doch in der natürlicher Einstellung bleibt der transzendentale Charakter der Subjektivität anonym, d.h. er bleibt unreflektiert, versteckt, und die Dauer des transzendentalen Lebens in Anonymität hat zur Krise geführt. Zweite These lautet, dass sich diese Anonymität durch phänomenologische Reduktion überwinden lässt, so dass die Reduktion selbst eine Befreiung des Prozesses der transzendentalen Weltkonstitution von der Anonymität ist. Dritte These setzt voraus, dass das dank der phänomenologischen Reduktion enthüllte transzendentale Bewusstsein nicht definitiv ist, sondern es wird in absoluter Subjektivität konstituiert, und absolute Subjektivität ist auch für die Reflexion unsichtbar und bleibt anonym, wobei die Anonymität von der absoluten Subjektivität kann nie überwunden werden. Den Hauptplatz nimmt in der Abhandlung das Problem der Anonymität in transzendentaler Phänomenologie. Der Verfasser hat sich zum Ziel gesetzt, den Begriff „Anonymität“ zu klären und nachzuweisen, dass die Problematik der Anonymität für das Verständnis der Phänomenologie als einer transzendentalen Philosophie von entscheidender Bedeutung ist. In der Phänomenologie bedeutet die Anonymität ein unreflektierter Stand des transzendentalen Lebens des Bewusstseins, ein Stand, in dem das Bewusstsein über sich selbst nicht weiß, denn unreflektiertes Bewusstsein trägt keine Erkenntnismerkmale, und die einzige Quelle des Wissens über die Subjektivität ist die Reflexion. In der Abhandlung wird die Anonymität nach Gerd Brand und Klaus Held auf zweierlei Weise betrachtet: als Verdecken der transzendental-konstituierenden Leistungen von der Subjektivität in der natürlicher Einstellung und als eine Unmöglichkeit, die absolute Subjektivität reflektierend zu objektivieren, in der transzendentaler Einstellung. In dem erstgenannten Sinne bezeichnet die Anonymität die Weise, in der die die Welt konstituierende Subjektivität in der natürlicher Einstellung funktioniert, d.h. im Modus der Selbstvergessenheit. In der natürlicher Einstellung wird die die Welt konstituierende Subjektivität durch das, was sie selbst konstituiert, also durch die Welt und das menschliche Ich in der Welt, verdeckt. In dem Sinne erscheint die Anonymität als eine Erkenntnisgrenze in der natürlicher Einstellung, denn die die Welt konstituierende Subjektivität darf in dieser Einstellung nie erkannt werden. Diese natürliche Grenze kann jedoch mit Hilfe der phänomenologischen Reduktion überschritten werden; diese Reduktion beruht darauf, dass der in der natürlicher Einstellung verdeckte transzendentale Charakter der Subjektivität enthüllt wird. Im anderen Sinne ist die Anonymität die Grenze der transzendentalen Erkenntnis, die Grenze der transzendentalen Reflexion, eine unüberschreitbare Grenze aller Erkenntnis. Das von der Anonymität mittels transzendentaler Reflexion befreite Bewusstsein bildet eine konstituierte Einheit des Erlebnisstroms und es ist kein transzendentales Absolute, sondern ein konstitutives Resultat der absoluten Subjektivität, die als die zeitkonstituierende Subjektivität schon immer der Reflexion voraus ist und anonym bleibt. Das die Zeit konstituierende Bewusstsein ist zwar kein zeitliches Objekt und es kann in der Reflexion nicht bewusst gemacht werden, denn alles, was die Reflexion erfasst, nimmt eine zeitliche Form an. Das absolute Bewusstsein entzieht sich jeder objektivierenden Reflexion, aber es ist zugleich ungegenständlich (unthematisch) sich seiner selbst bewusst und als solches bedeutet es zwar eine Erkenntnisgrenze, jedoch es ist gleichzeitig eine anonyme Voraussetzung der Erkenntnis. Es geht dabei um eine Voraussetzung im Sinne der unthematisch erlebten apodiktischen Evidenz des ego cogito, der Evidenz in deren Bereich jede Erkenntnis erfolgt. In seiner Abhandlung hat der Verfasser bewiesen, dass die Anonymität auf die Beschränkungen hindeutet, denen sowohl natürliche wie auch transzendentale Erkenntnis unterliegt. Die Betrachtung der Phänomenologie vom Standpunkt der Anonymität aus führt zu folgenden Schlüssen: 1. Die natürliche Einstellung wird als ein anonymer Modus des transzendentalen Lebens betrachtet. 2. Die Identität des empirischen und transzendentalen Bewusstseins wird als eine Inhaltsidentität verständlich. 3. Die Krise wird als völlige Selbstvergessenheit der transzendentalen Subjektivität betrachtet. 4. Die phänomenologische Reduktion bedeutet die Enthüllung der Thesis der natürlichen Einstellung als eines das Sein der Welt konstituierenden Erlebnisses. 5. Das reflektiert objektivierte Bewusstsein ist keine absolute Subjektivität, denn die absolute Subjektivität ist ein anonym fungierendes Bewusstsein und erscheint als ein transzendentales und zugleich irrationales Faktum. 6. Die Anonymität von der absoluten Subjektivität steht nicht im Widerspruch zum phänomenologischen Prinzip aller Prinzipien, denn die apodiktische Evidenz des „Ich bin“ hat sich als eine anonyme Evidenz erwiesen, und die unüberschreitbare Grenze der Erkenntnis ist zugleich die Bedingung jeder Erkenntnis.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.12128/3626
ISBN: 9788322621301
Appears in Collections:Książki/rozdziały (WNS)

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